Praxis für heilkundliche Psychotherapie
Sembol Öz


"Die schwierigste Zeit in unserem Leben ist die beste Gelegenheit, innere Stärke zu entwickeln"    (Dalai Lama)




Der Begriff "Trauma" leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet "Wunde".

In der Psychologie wird Trauma als tiefe seelische Verwundung verstanden.

Ursache für ein Trauma sind schwere, die Seele belastende Ereignisse wie z.B. Naturkatastrophen, schwere Unfälle, Mißbrauch und ähnliche überwältigende Ereignisse. Die aufgrund solcher Anlässe tiefe Verzweiflung der Betroffenen kann in der Folge zu verschiedenen Symptomen führen, wie Angstzustände, Depression, sozialer Rückzug.

Dieser Zustand  wird als  Schocktrauma bezeichnet, weil als Ursache der Belastungen ein bestimmtes Ereignis als Auslöser benannt oder identifiziert werden kann.   

Daneben gibt es auch den Begriff Entwicklungstrauma. Hier leidet die Seele an weniger dramatischen, dafür aber immer wiederkehrenden Ereignissen, die bis weit  in die Kindheit zurückreichen. Meist geht es dabei um Vernachlässigung, emotionale Kälte, Demütigung, Überforderung, Entwertung, etc. Infolge dieser fortwährenden Belastungssituation kommt es häufig zum Verlust des Selbstvertrauens, einem Gefühl der Leere und Wertlosigkeit, einem Gefühl von, als "stehe man neben sich und sei nicht richtig da" oder man fühlt sich ständig irgendwie bedroht, neigt zu Schreckhaftigkeit oder aber man leidet an diffusen und schwer greifbaren Symptomen.

Beiden Traumaformen ist gemeinsam, dass durch die Stresssituation das angeborene Stressbewältigungssystem chronisch überfordert und die Seele daher gezwungen ist, die "Notbremse" zu ziehen. Als Schutzmechanismus werden Anteile abgespalten und ins Unbewusste verdrängt, von wo aus sie ein "Eigenleben" führen, d.h. sie beeinflussen fortan unsere Einstellungen und Verhaltensweisen in einer Art und Weise, die für uns wenig förderlich ist. So schließt sich der Kreis, denn nun kommt es - da das Trauma  nicht aufgearbeitet wurde - zu den unerwünschten Symptomen. In der Therapie geht es nun darum, diesen abgespaltenen Teil  zu identifizieren und wieder zu integrieren.


Ein wirkungsvolles Verfahren ist EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), eine von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro entwickelte Methode der bilateralen Stimulaton. Das bedeutet, dass - vereinfacht ausgedrückt - durch Rechts-Links-Bewegungen der Augen in bestimmten Intervallen beide Gehirnhälften stimuliert werden. Die Stressoren, wie Gedanken, Erfahrungen, Bilder und Emotionen werden dadurch anders bewertet. In der Folge wird dann das traumatische Geschehen im Gehirn neu verarbeitet und abgespeichert.