Praxis für heilkundliche Psychotherapie
Sembol Öz


"Wer nach außen schaut, träumt -

 wer nach innen blickt, erwacht"             (Carl Gustav Jung)



                                                                                                                                        

 

Fühlen Sie sich manchmal durch Ihr Leben und Ihre Umwelt überfordert ?

Empfinden Sie Lärm, Licht, Gerüche, Hitze als unangenehm bis schmerzhaft ?

Finden Sie es belastend, wenn zu viele Eindrücke auf Sie einstürmen ?

Meiden Sie Menschenansammlungen, weil Sie die Reizüberflutung schlecht aushalten können ? 


Wenn Sie sich durch obige Fragen angesprochen fühlen, könnte es sein, dass Sie zu den etwa 15 - 20 % der Bevölkerung gehören, die als hochsensibel gelten. Die amerikanische Wissenschaftlerin und Psychotherapeutin Elaine Aron hat als Pionierin auf diesem Gebiet den Begriff der "Hochsensiblen Persönlichkeit "(HSP = Highly Sensitive Person) geprägt für Menschen, die aufgrund einer besonderen, angeborenen Konstitution des Nervensystems sensibler sind als andere. Diese Tatsache führt zu Ausprägungen, die viele Betroffene als unangenehm empfinden. Sie fühlen sich oft isoliert, weil sie das Gefühl haben, in vielerlei Hinsicht weniger belastbar zu sein als der "normale" Mensch. Soziale Kontakte und der Alltag mit all den verschiedenen Sinneseindrücken werden ihnen schnell zu viel, sie müssen sich zurückziehen und die Eindrücke verarbeiten. Sie benötigen länger Zeit zum Ausruhen und Regenerieren. Die Oberflächlichkeit  des Alltags ist oft nicht mit ihrer tiefsinnigen Natur vereinbar. Aufgrund dieser Selbstwahrnehmung gelangen sie vielfach zu dem Schluss, dass etwas nicht mit ihnen stimmt und sie fühlen sich wie jemand von einem anderen Stern (vgl. www.hochsensibel.org).  In der Folge kommt es oft zu persönlichen oder beruflichen Konflikten.  

Aber: Hochsensibilität ist keine Krankheit oder ein sonstiger "irgendwie" bedenklicher Zustand, den es zu überwinden gilt. Entscheidend ist zunächst als erster Schritt das Bewusstsein darüber, von  Natur aus mit dieser besonderen  Begabung ausgestattet zu sein. Diese Erkenntnis bringt für viele Betroffene bereits eine enorme Entlastung. Auf dieser Basis lassen sich dann behutsam die nächsten Schritte aufbauen.

Entwickeln wir gemeinsam Strategien, die Sie erkennen lassen, dass Hochsensibilität eine wertvolle Begabung ist. 

Geeignete Maßnahmen  hierfür sind:


- Ein gesundes Selbstbild aufbauen

- Lernen, sich selbst besser zu verstehen

- Die eigenen Grenzen und Bedürfnisse erkunden und sich erlauben, 

  diese auch entsprechend zu äußern

- Die Wertmaßstäbe der "anderen" nicht auf sich anwenden, dies erzeugt

  unnötig Leidensdruck

- Lernen, mit Alltagssituationen "ökonomisch" umzugehen, in dem

  Sie Entscheidungsschwierigkeiten und andere Stressoren benennen

  und angemessen gewichten

- Lebensfreundliche Perspektiven entwickeln

- Ressourcen erforschen und erkennen

- Eine "Verabredung mit sich selbst" einführen, d.h. sich regelmäßig

   eine gewisse Zeit  reservieren für Dinge, die Ihnen wichtig sind.

- Für genügend Ruhepausen sorgen


So werden Sie allmählich entdecken, dass Sie bedeutsame Stärken besitzen, weil Sie reflektierter und umsichtiger sind, oft sehr gut zuhören können, feinsinnig und empathisch sind, was Sie zu einem geschätzten Gegenüber macht. Dieses veränderte Selbstbild wird sich mit der Zeit auch auf Ihre Umwelt auswirken, so dass es Ihnen mehr und mehr gelingen wird, sich mit Ihrer speziellen Empfindsamkeit auszusöhnen und Ihre Lebensbedingungen nach Ihren Vorstellungen zu gestalten. 

Im Ergebnis geht es darum, Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Sie ihre Hochsensibilität - Ihr vermeintliches "Defizit" - als wichtiges Persönlichkeitsmerkmal sehen und wertschätzen lernen und auf dieser Grundlage mutige Schritte unternehmen in ein auf allen Ebenen erfülltes Leben.

Ich freue mich, wenn ich Sie dabei  begleiten darf.